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FOLTERKNAST | | ................................................................................................................................................................................................. | JVA Castrop-RauxelPresseberichte über die JVA
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2005.09.28 (Mi) HER
Bei einer nächtlichen Polizeikontrolle werde ich in Herne verhaftet und zur
Polizeiwache nach Bochum gebracht. Auf die Verurteilung durch die kriminelle
Richterin des Landgerichts Dortmund will ich hier nicht näher eingehen, denn
sonst sammele ich für eine Kalaschnikow. Tatsächlich wurde ich von 2
unterschiedlichen Ärzten für verhandlungsunfähig erklärt. Dennoch wurde ich in Abwesenheit
zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen verurteilt. Mir wurde somit das
rechtliche Gehör verweigert. Das Urteil kann ich somit nicht anerkennen, daher
erging der Haftbefehl.
Die Verhaftung erfolgte zu einem äußerst günstigen Zeitpunkt, so dass ich am
Ende keine 90 Tage sondern nur 35 Tage absitzen musste. Hätte man mich zwei
Wochen später verhaftet, wäre ich für 90 Tage inhaftiert worden, da es dann
keine Weihnachtsamnesty gegeben hätte.
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2005.09.29 (Do) GE
Lt. Haftbefehl sollte ich in die JVA Castrop-Rauxel gebracht werden, aber man
sollte von Polizeibeamten nicht unbedingt Lesekenntnisse erwarten. Ich wurde in
die JVA Gelsenkirchen gebracht, obwohl es nach Castrop auch nicht unbedingt
weiter gewesen wäre. In Gelsenkirchen wurde ich dem Anstaltsarzt vorgestellt.
Der teilte mir mit, dass ich nach Castrop gebracht werde, und ich dort mein
Asthmaspray bekommen würde.
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2005.09.30 (Fr) GE/CAS
Ich wurde nach Castrop-Rauxel gebracht. Dort ging ich zum medizinischen Dienst.
Der fragte mich, ob ich mein Asthmaspray hätte. Ich teilte ihm mit, dass man
mir in der JVA Gelsenkirchen gesagt hatte, dies sollte mir die JVA Castrop-Rauxel
besorgen.
Daraufhin teilte mir der Typ mit, dass ich wieder nach Gelsenkirchen gebracht
werde, weil er mich ohne Asthmaspray nicht aufnimmt. Somit endete mein
Aufenthalt in Castrop nach 5 Minuten. Ich wurde zur JVA Gelsenkirchen
zurückgebracht, und kam mir vor wie auf einem Viehtransport. Zurück in
Gelsenkirchen sorgte mein Erscheinen für grenzenloses Kopfschütteln.
Noch am selben Tag bekam ich mein Asthmaspray.
Der Anstaltsarzt fragte mich, wieso ich von Castrop zurückgekommen sei. Als ich
das fehlende Asthmaspray als Grund angab wollte er dies gar nicht glauben.
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2005.10.07 (Fr) GE/CAS
Ich werde wieder nach Castrop gebracht. Der Schwachkopf, der mich vor sieben
Tagen zurückgeschickt hatte ist nicht da. Glück gehabt. Vielleicht hätte er
mich ja dieses Mal zurückgeschickt, weil meine Beine nicht gleich lang sind.
Einige Tage später werde ich dem Arzt vorgestellt. Es war nicht der
Anstaltsarzt sondern eine Vertretung. Dieser stellte fest, dass ich im
Erdgeschoss untergebracht werden muss. Weiterhin sollte ich ein Bett unten
bekommen, da ich bei einem evtl. Doppelbett natürlich nicht die Leiter rauf und
runter klettern kann oder runterspringen kann. Obwohl der Arzt eine fachliche
Weisungskompetenz besitzt, hielt sich die JVA nicht daran. Ich wurde im ersten
Stock untergebracht und musste daher mehrfach täglich die Treppen benutzen, da
es dort keinen Aufzug gab, und mir das Treppensteigen ausdrücklich ärztlich
untersagt wurde. (siehe auch Berichte über die JVA GE. Dort wollte man mich
sogar gewaltsam die Treppe runter bringen)
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2005.10.19 (Mi) CAS
Heute Nacht wollte
ich mich im Bett von einer auf die andere Seite drehen. Dabei knackte
es in
meinem Rücken. Ich wurde vor Schmerz kurzfristig fast bewusstlos. und
mir blieb
die Luft weg. Dennoch schlief ich später wieder ein. Als um 6 Uhr der
Beamte L
kam teilte ich ihm mit, dass ich zum Arzt muss. Ich sollte um 7 Uhr
beim
medizinischen Dienst sein. Das ist die typische Knast Willkür und
absoluter
Schwachsinn. Was soll man um 7 Uhr beim Arzt, wenn der erst um 9 Uhr
kommt. Um
6.45 Uhr versuchte ich nun aufzustehen. Jeder Millimeter schmerzte.
Dennoch
schaffte ich es mich auf die Bettkante zu setzen, solange ich mich mit
beiden
Händen auf dem Bett abstützte. Sobald ich versuchte die abstützenden
Hände vom
Bett zu nehmen um mir die Socken anzuziehen, war der Schmerz
unerträglich.
Unter Schmerzen legte ich mich wieder hin. Kurz danach stand mein
Nachbar auf
um zur Arbeit zu gehen. Ich bat ihn einem Beamten zu sagen, dass ich
nicht
aufstehen kann und Hilfe brauch. Da er aber keinen Beamten antraf
erfuhr
niemand von meiner Situation. Mit einer Cola-Flasche hämmerte ich nun
abwechselnd gegen das Fenster der Zelle, sowie die Wand der
Nachbarzelle. Dabei
rief ich um Hilfe. Nachdem ich 90 Minuten hilflos im Bett lag, kam
jemand der
mit mir Kaffee trinken wollte. Ich schickte ihn los um Hilfe zu holen.
Zuerst
kam wieder dieser extrem unfreundliche Beamte L. Er fragte mich: „Was
ist los?“
Aber in einem Ton, der jedem klar macht, dieser Beamte kann sie nicht
alle
haben. Ich
erklärte ihm, dass ich eigentlich zum Arzt wollte, aber nicht aufstehen
kann.
Er wollte dem medizinischen Dienst bescheid geben. Ich teilte ihm mit,
er solle
mir eine Pinkelflasche mitbringen. 10 Minuten später kam der
Abteilungsleiter.
Da mir der Beamte L. noch immer keine Pinkelflasche gebracht hatte,
wollte er
mir ebenfalls eine besorgen. Später kam er zurück und teilte mir mit,
dass es
in der gesamten JVA keine Pinkelflasche gäbe. Wie bitte, die haben
einen Knast
für über 600 Männer und der medizinische Dienst hat noch nicht einmal
eine
Pinkelflasche. Jämmerlich! Zum Glück hatte mein Nachbar ein leeres
Kaffeeglas
in das ich dann pinkeln musste. Der Abteilungsbeamte erklärte mir, dass
ich
morgen eigentlich eine Gerichtsverhandlung hätte. Bei einem offenen
Verfahren
wird man normalerweise in den geschlossen Vollzug zurückverlegt, und
eine
vorzeitige Entlassung durch die mögliche Weihnachtsamnestie ist
ebenfalls
ausgeschlossen. Der Beamte hatte mit der Richterin gesprochen. Diese
hatte dem
Beamten mitgeteilt, es ginge nur um eine Bagatelle. Bagatelle oder
Willkür, das
ist hier die Frage. Anklage Nr. 3 und 4 wegen angeblicher Falschen
Verdächtigung. Nachdem ich bereits vor Jahren die Verfahren Nr. 1 und 2
gewonnen hatte, geht die Richterin wahrscheinlich schon jetzt davon
aus, dass
ich auch dieses Mal gewinne. Der Beamte verkündete auch, dass ich zur
Verhandlung Freigang als Lockerung erhalte, wenn die Verhandlung
überhaupt
stattfinden kann. Da ich nun 90 Minuten allein als hilflose Person in
der Zelle
war, hat man mir einen Beamten zur Seite gestellt. Um 8.50 Uhr erschien
der
Anstaltsarzt. Ich teilte ihm mit, dass es in meinem Rücken geknackt
hatte. Der
Anstaltsarzt behauptete zu meiner Verwunderung, dass ich angeblich
einen
Oberschenkelhalsbruch hätte. Ein Knacki arbeitete normalerweise beim
DRK, als
er diese Diagnose hörte, meinte er sofort, dass dies nicht sein könnte,
da man
keinen OSH-Bruch im Bett bekommen könnte. Ich hielt diese ebenfalls für
verkehrt, war aber über die Diagnose nicht unzufrieden, weil ich mir
nun sicher
war, dass ich dann nicht von einem unfähigen Anstaltsarzt untersucht
und
behandelt werde, sondern von einem von außerhalb, der hoffentlich mehr
Ahnung
hat. Ich sollte ins Krankenhaus gebracht werden. Weshalb ich von dem
Anstaltsarzt nicht gleich ein Schmerzmittel bekam verstehe ich nicht.
Später
gab mir der Beamte L Tramal-Tropfen. Kurz nach 9 Uhr hörte ich dann ein
näher
kommendes Martinshorn. Merkwürdigerweise entfernte sich das Geräusch
wieder.
Das ganze wiederholte sich noch mal. Auch der Beamte wunderte sich
weshalb das
Fahrzeug zweimal wieder wegfuhr. Statt Rettungssänitäter betraten
irgendwann
mit Axt und Helm bewaffnete Feuerwehrleute den Raum. Diese waren
mehrfach durch
die Knastanlage gefahren, weil sie vergeblich das Rettungsfahrzeug
suchten.
Dummerweise hatte man vergessen auch ein Rettungsfahrzeug zu bestellen,
dies
mussten die Feuerwehrleute erst nachholen. Auch die bezweifelten die
Diagnose
des Anstaltsarztes. Der Einsatzleiter hatte sowenig Vertrauen in die
Fähigkeiten des Anstaltsarztes, dass er anordnete den Notarzt
anzufordern. Da
kurz danach der Anstaltsarzt kam, wurde die Annordnung des
Einsatzleiter nicht
mehr befolgt, was ihn ziemlich ärgerte. Erst jetzt spritzte mir der
Arzt ein
Schmerzmittel. Für die Verhandlung am nächsten Tag hat mich der
Anstaltsarzt
für verhandlungsunfähig erklärt. Nach Eintreffen der Rettungssanitäter
brachte
man mich dann endlich ins Krankenhaus. Oh Wunder, im Krankenhaus
bestätigte
sich die Diagnose OSH-Bruch nicht. Ich bekam im Krankenhaus noch eine
Schmerzspritze und wurde geröntgt. Ich lag schon im Bett und sollte
eine
stationäre Schmerztherapie bekommen, als der behandelnde Arzt meinte,
weil ich
Knacki bin dürfe man mich nicht behandeln und ich müsse wieder zurück
in den
Knast und dort behandelt werden. Nach 10 Uhr rief man in der JVA an,
dass man
mich abholen könne. Durch die vielen, starken Schmerzmittel konnte ich
wenigstens wieder sitzen, ich saß bis 13 Uhr in einem Rollstuhl, bis es
die JVA
endlich für nötig hielt mich abzuholen. Ich hatte über Stunden die
Möglichkeit
mich einfach abzusetzen. Irgendwann fuhr ich mit dem Rollstuhl von der
Ambulanz
in die Cafeteria. Als der Knastbus kam gab es natürlich große Probleme
darein
zukommen. Den Rollstuhl konnte ich nicht mitnehmen, und Krücken bekam
ich auch
keine mit. Zurück im Knast forderte der Fahrer Hilfe vom medizinischen
Dienst
an. Der Anstaltsarzt war schon nicht mehr da. Die Beamten fragten wieso
der
Fahrer den Hilfe bräuchte, ich hätte doch gar nichts. Da musste der
Fahrer
erstmal mitteilen, dass ich überhaupt nicht Laufen und schon gar nicht
ohne
Hilfe Ein- und Aussteigen kann. Ich bekam nun 2 Krückstöcke. Und ich
bekam noch
2 Schmerztabletten und 1 Schmerzzäpfchen für die Nacht. So sieht also
eine
Behandlung eines Bandscheibenvorfalls im Knast aus. Ich musste mir noch
was zu
Essen holen. Ich habe bestimmt 20 Minuten gebraucht bis ich dort ankam
wo es
das Mittagessen gab. Ich wurde nun endlich verlegt. Ich musste nicht
mehr in
den 1. Stock, sondern bekam nun ein Zimmer im Erdgeschoss. Zur
Erinnerung,
bereits bei der 1. Untersuchung am 10.10.2005 hatte der untersuchende
Arzt
angeordnet, dass ich im Erdgeschoss untergebracht werden muss, weil ich
keine
Treppen steigen darf. Zuvor war dies auch schon vom Marienhospital
Gelsenkirchen-Buer und der Rosekurklinik Horn-Bad Meinberg festgestellt
worden.
Und obwohl der untersuchende Arzt der JVA eine fachliche
Weisungskompetenz
besitzt, hat die JVA dies verweigert, und sich damit strafbar gemacht,
und ist
für den Bandscheibenvorfall verantwortlich. Nur durch die ständige
Notwendigkeit mehrfach am Tag die Treppen rauf und runter zu laufen
wurde der
Bandscheibenvorfall ausgelöst.
Später kam der
Abteilungsleiter. Er behauptete
ich hätte überhaupt nichts, und der Knast könnte es sich nicht leisten,
dass
ich so was vortäuschen würde. Weiter erzählte er mir, dass der
Anstaltsarzt
mich für die morgige Verhandlung für verhandlungsfähig erklärt habe.
Was für
eine kriminelle Bande. Der Arzt untersucht mich, stellt eine falsche
Diagnose
(OSH-Bruch), stellt meine Verhandlungsunfähigkeit fest, und behauptet
dann ohne
jegliche weitere Untersuchung, dass ich plötzlich wieder
Verhandlungsfähig sei.
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Der Beamte, der vor
zwei Tagen behauptete, ich hätte das alles nur vorgetäuscht, meinte heute zu
mir, dass ich nun wieder viel besser aussehen würde als vor zwei Tagen.
Merkwürdig, wenn ich doch vor zwei Tagen gar nichts hatte, wieso sollte ich
dann damals schlechter ausgesehen haben? Wahrscheinlich wissen die eh nicht was
die regelmäßig für ein Schwachsinn von sich geben.
Ich sollte heute zum Anstaltsarzt kommen. Dazu hätte ich aber die Treppen
benutzen müssen. Das konnte ich nicht. Dies nahm man zum Grund, um mich wieder
in die JVA Gelsenkirchen zurückzubringen.
In der JVA Gelsenkirchen teilte mir später der Beamte O. mit, er habe mit dem
Leiter des medizinischen Diensts Gelsenkirchen gesprochen. Dieser hatte
mitgeteilt, dass es keine medizinischen Grund gibt der eine Unterbringung in
der JVA Gelsenkirchen notwendig macht. Tatsächlich wurde mein
Bandscheibenvorfall sowohl in Castrop als auch in Gelsenkirchen gleichermaßen
unzulänglich behandelt.
Das Gesundheitsamt teilte mit später mit, dass man einen Bandscheibenvorfall
schließlich nicht mit einem Zäpfchen behandeln könne. Aber genau daraus bestand
die Behandlung sowohl in Castrop als auch in Gelsenkirchen.
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