Am 15. Februar 1999 wurde der PKK-Vorsitzende mit Hilfe
internationaler Geheimdienste aus der griechischen Botschaft in Kenia in die
Türkei verschleppt. Es kam weltweit zu Protestaktionen, so auch in zahlreichen
deutschen Städten. In Leipzig besetzten Kurdinnen und Kurden am frühen Morgen
des 16.2.99 das griechische Generalkonsulat. Im selben Haus hielten sich zu der
Zeit auch drei MitarbeiterInnen eines Steuerberaterbüros auf. Am späten
Nachmittag stürmte die Polizei das Gebäude. Es wurden alle 73 BesetzerInnen
festgenommen und inhaftiert. Gegen den Großteil der KurdInnen wurde einige
Monate später wegen schweren Land- und Hausfriedensbruchs und Freiheitsberaubung
vor dem Amtsgericht Leipzig verhandelt. Es folgten Verurteilungen von in der
Regel zwischen 9 und 15 Monaten Haft auf zwei Jahre Bewährung. Bis auf sieben
Beschuldigte, die aufgrund von Aussagen zweier Belastungszeugen in Haft blieben,
wurden alle frei gelassen. Der Prozess gegen die verbliebenen Kurden, darunter
eine Frau, begann am 8. Dezember 1999 vor dem Landgericht Leipzig und endete am
16. Mai 2000. Sie wurden wegen 'Geiselnahme im minderschweren Fall' und
'schweren Hausfriedensbruchs' zu Haftstrafen zwischen 2 und 3 Jahren verurteilt,
ein Jugendlicher bekam eine 2-jährige Bewährungsstrafe. Die Untersuchungshaft
wurde auf das Strafmaß angerechnet, der Rest wurde bei 6 der Angeklagten zur
Bewährung ausgesetzt. Einen Monat nach dem Urteil sprach AZADI mit zwei
Betroffenen, Khaled Ali und Ahmet B.
AZADI:Ich begrüße euch im Namen von AZADI. Wir freuen uns, dass
dieser Prozess endlich vorüber ist und ihr aus der Haft entlassen seid. Beginnen
wir mit eurer Verhaftung: Wie seid ihr festgenommen worden und was geschah
danach?
Ahmet B.: Am 16. Februar gegen 18.00 Uhr hat uns die
Polizei im griechischen Generalkonsulat in Leipzig angegriffen und bei ihrem
Einsatz auch Gasbomben eingesetzt. Wir mussten uns alle auf den Boden legen,
ungefähr eine Viertel Stunde lang. Viele Kurden sprachen und verstanden kein
deutsch. Als die Polizei angriff, haben die Leute die Hände über den Kopf
gehalten, woraufhin sie von den Polizisten mit Füßen getreten wurden. Sie
schrieen, dass sie ihre Hände nach hinten nehmen sollten, um sie fesseln zu
können. Doch viele Kurden haben das einfach nicht verstanden und wurden deswegen
immer wieder getreten. Mir erging es ebenso, weil ich übersetzt habe. Mit Gewalt
hat uns die Polizei von der oberen in die untere Etage der Botschaft getrieben.
Auf ca. 6 bis 7 qm mussten sich mehr als 25 Personen fast 20 Minuten lang
übereinander legen. Durch die Fesselung mit den Plastikhandschellen waren wir
fast bewegungsunfähig und hatten große Schmerzen; es brannte in einem Finger wie
Feuer. Bis zum heutigen Tag kann ich eine Hand manchmal nicht spüren. Dann
mussten wir uns alle an die Wand stellen, obwohl es viel zu eng in diesem Raum
gewesen ist. Als wir protestierten, meinten einige Polizisten: “Das muss eng
sein, damit Sie den Schmerz fühlen.” Als ich etwas übersetzte, beschimpfte mich
ein Polizist als “Kanake”. Man brachte uns in diesen Handschellen ins Gefängnis
in Leipzig gegenüber dem Landgericht und mussten so gefesselt drei oder vier
Stunden aushalten. Auch in den Zellen haben sie uns die Handschellen nicht
abgenommen. Aber Zigaretten konnten wir bekommen; die Beamten haben sie uns für
1,-- DM das Stück verkauft. Später wurden wir in Zellen verlegt mit jeweils drei
Personen. Nach drei Tagen in diesem Gefängnis wurden wir dem Haftrichter
vorgeführt.
AZADI: Wie waren eure Haftbedingungen? Wart ihr in
einem Gefängnis zusammen?
Ahmet B.: Später wurden wir alle auf verschiedene Gefängnisse
verteilt. Ich kam in die JVA Waldheim, welches ein Strafgefängnis ist, in dem
z.B. viele zu lebenslangen Strafen Verurteilte sitzen. Wir kamen in die
sogenannte Sicherheitsstation, wo nur Gefangene sind, die Probleme gemacht haben
wegen Drogenhandels oder die andere mit Messern bedroht oder verletzt haben. In
der JVA kann man problemlos Drogen kaufen oder Alkohol - einfach alles. Außer
die Freiheit natürlich oder vielleicht sogar die Freiheit auch. (…)
Khaled Ali: In den ersten zehn Tagen wurde uns das Rauchen verboten -
absolut. Zigaretten, Feuerzeuge etc. wurden uns weggenommen. Auch während des
Hofgangs wurde nichts genehmigt. Einige türkische Mitgefangene wollten uns mit
Tabak helfen, aber die Beamten haben das nicht erlaubt. Nach diesen zehn Tagen
habe ich mit einem Verantwortlichen gesprochen, und das Rauchverbot wurde
aufgehoben. In der JVA Waldheim wurde mir anfangs nicht erlaubt, meine
eigene Kleidung zu tragen. Die Sachen, die mir meine Frau mitgebracht hatte,
kamen in die Kleiderkammer. Mehrere Male habe ich vergeblich die Herausgabe
beantragt. (…) Später erhielt ich einen Teil meiner Sachen, allerdings nur
Schlafanzug und Unterwäsche - Jeans und Jacken z.B. waren mir nicht erlaubt.
Ebenso habe ich mehrmals beantragt, am Sport teilnehmen zu können, was mir vier
Monate lang verweigert wurde. In Waldheim wurden wir auch mit
Strafgefangenen zusammengelegt. Ich musste meine Zelle z.B. einmal mit einem
Deutschen teilen, der seine Tochter vergewaltigt hatte und zu 3 ½ Jahren
Gefängnis verurteilt worden war. Ein anderer 30-jähriger Mann war wegen Mordes
verurteilt; der war schon 14 Jahre im Gefängnis. Die Zusammenlegung eines
U-Häftlings mit einem Strafgefangenen ist eigentlich gesetzeswidrig. Im
September 99 wurden wir in die JVA Chemnitz in eine total verdreckte und
stinkende Zelle auf der Transportetage verlegt. Ich wollte eine Verlegung in die
JVA Leipzig, weil meine Frau dort in der Nähe wohnt. Aber natürlich wurde auf
meinen Wunsch nicht eingegangen. In Chemnitz hat wieder alles von vorne
begonnen. Es ging wieder los mit dem Verbot, eigene Kleidung zu tragen. (…) Wir
haben 15 Tage lang ein T-Shirt tragen müssen, das wir vom Gefängnis bekommen
haben. Hamit A. und ich haben dann einen Hungerstreik begonnen, den wir fünf
Tage lang durchführten. Aber in dieser Zeit ist niemand zu uns gekommen und hat
sich mal erkundigt, warum wir diesen Streik machen. Wir haben gesehen, dass der
Streik keinen Sinn macht und haben ihn beendet. Zwei Tage später sind wir zum
Arzt gegangen und der sagte: ich habe gehört, Sie hatten einen Hungerstreik.
Somit wussten wir zumindest, dass dem Gefängnisarzt dies bekannt gewesen ist.
Die Situation in Chemnitz normalisierte sich im Laufe der Zeit. Wegen der
Eröffnung des Prozesses gegen uns, wurden wir dann in die JVA Leipzig verlegt.
AZADI: Der Prozessauftakt im Dezember 1999 war begleitet von einem
martialischen Aufzug der Polizei mit Wasserwerfern und Scharfschützen vor dem
Gebäude. Wie seid ihr zum Gerichtsgebäude transportiert worden? Wie war für euch
die Situation?
Khaled Ali: Unsere Gerichtsverhandlung begann am 8. Dezember 1999. Wir
waren sehr aufgeregt; immerhin haben wir 10 Monate darauf gewartet. Wie vorhin
schon Ahmet erzählt hat, wurden wir behandelt wie “Terroristen”. Wir wurden in
einem geschlossenen gepanzerten Wagen transportiert, alle sieben Angeklagten
zusammen mit Handschellen. Hinter uns waren Polizeiwagen und vorne ein Auto mit
Sirene. Jedesmal fuhren wir auf unterschiedlichen Wegen zum Gericht. Manchmal
haben die Fahrer absichtlich scharf gebremst; einmal wurden einige in einer
solchen Situation verletzt. Einer von uns hat gegen einen Polizisten Anzeige
wegen Körperverletzung erstattet. Hierzu haben wir auch Aussagen gemacht.
Natürlich hat sich bis heute niemand von der Staatsanwaltschaft um diese Sache
gekümmert. Wir wurden in Zellen im Keller des Gerichtsgebäudes gebracht, die
sich teilweise in sehr schlechtem Zustand befanden und in denen wir uns kaum
bewegen konnten. Unsere Hände und Füße waren gefesselt. Wir wurden körperlich
durchsucht - von den Haaren bis zu den Schuhen. Zum Gerichtssaal brachte man uns
in Handschellen. Wir mussten uns einige Beleidigungen durch die Polizisten
anhören. Als Provokation haben wir es empfunden, dass eine Polizeizeugin, die
die uns belastenden Aussagen von Hatice A. aufgenommen hatte, dort auch mehrere
Male anwesend war. Ebenso, dass ein Teil der uns bewachenden Polizisten im
Prozess als Zeugen aufgetreten sind.
Ahmet B.: In den sog. Wartezellen, davor und auf dem Weg zum
Gerichtssaal waren mal mehr, mal weniger Polizisten anwesend. Aber eines waren
sie alle: schwer bewaffnet mit Maschinenpistolen. Die Anwälte haben gegen die
Anwesenheit bewaffneter Polizeikräfte im Saal protestiert, woraufhin sie den
Raum verlassen haben. Dafür kamen zwar Zivilpolizisten. Aber die haben durch
Bewegungen zu erkennen gegeben, dass sie mit Pistolen bewaffnet sind. Die
Handschellen haben sie uns meist so fest geschlossen, dass sie heftige Schmerzen
verursachten. Wir protestierten dagegen, aber die Polizisten meinten, ihnen sei
das vollkommen egal. Ich habe Anzeige erstattet, weil die Situation für Khaled
einmal so schlimm war. Aber damit ist nie etwas geschehen. Allerdings hat sich
der Richter einmal entschuldigt. Er meinte, die Kurden hätten sich vernünftig
verhalten und das müsse berücksichtigt werden. Ansonsten haben wir vieles als
reine Provokation erlebt. Zum Prozess möchte ich sagen: Von Gerechtigkeit kann
in diesem Prozess nicht die Rede sein. Meiner Meinung nach war vor allem die
lange Dauer des Verfahrens nur eine Inszenierung, eine Show für die
Öffentlichkeit.
Khaled Ali: In den ersten Prozesstagen waren sehr viele Polizisten
anwesend. Wir selber haben nicht so genau registrieren können, wie die Lage
draußen war. Unsere Dolmetscher, die Anwältinnen und Anwälte und Besucherinnen
und Besucher haben uns erzählt, dass das ganze Gebäude von Polizei umstellt war
und mehrere Video-Kameras im Gebäude installiert waren. Ich selbst habe einen
Raum mit zahlreichen Monitoren gesehen, auf denen das Geschehen im
Gerichtsgebäude und außerhalb zu beobachten war. Auch im Gerichtssaal befand
sich eine Videokamera, die stets auf die kurdischen Zuschauer oder Zeugen
gerichtet wurde. Ich bin sicher, dass Aufnahmen gemacht worden sind. Wir haben
hiergegen protestiert, allerdings mit wenig Erfolg. Dann gab es Polizisten, die
alles mit geschrieben haben, um auf diese Weise die nächsten Zeugen präparieren
zu können. Uns gegenüber wurde das mit Sicherheitsmaßnahmen begründet. Außer an
den letzten beiden Prozesstagen sind bei jedem Sitzungstag Dolmetscher,
Anwältinnen, Anwälte und Zuschauersinnen und Zuschauer mit Metalldetektoren
durchsucht worden. Wir haben auch später erfahren, dass einige Zufahrtsstraßen
zum Gerichtsgebäude gesperrt wurden, und dass der Gerichtssaal vor Prozessbeginn
mit Spürhunden nach Sprengstoff durchsucht wurde. Ich kann sagen, dass der
Richter schlimmer war als der Staatsanwalt, insbesondere N..., der
vorsitzende Richter. Wie wir gehört haben, ist er gut befreundet mit dem
Oberstaatsanwalt, der sich um unsere Sache gekümmert hat. (…) Unsere Richter
haben sich eigentlich dadurch ausgezeichnet, dass sie während der Verhandlungen
mehr oder weniger schliefen. Fragen an die Zeugen wurden von ihnen fast nie
gestellt. Am Ende hatte auch der Staatsanwalt das Interesse am Prozess verloren.
AZADI: Habt ihr im Prozess Erklärungen abgegeben und gab es
Aussagen gegen euch?
Khaled Ali: Wir selbst haben keine Aussagen gemacht, weil wir
feststellen mussten, dass es keine Gerechtigkeit gibt. Uns war klar, dass alles,
was wir sagen, gegen uns benutzt würde. Niemand will wirklich die Wahrheit
wissen. Die benutzen uns nur, um die PKK zu bestrafen und sie als
Terroristenorganisation zu denunzieren. Es gab auch Kurden, die als
Kronzeugen aufgetreten sind. Im Prozess selbst wollten sie aber keine Aussagen
machen, aus Revisionsgründen und sicher auch, weil ihnen bewusst gewesen ist,
dass ihre Behauptungen frei erfunden waren. Das hing sicher auch mit der Angst
im Gefängnis zusammen. Vieles haben wir gehört, aber nicht selbst gesehen.
Deshalb möchte ich mich hierzu nicht äußern. Aber eines will ich deutlich sagen:
Die Polizei hat viele Kurden unter Druck gesetzt und mit vorgefertigten Aussagen
nachgeholfen. Das kann nur heißen, dass Informationen gegeben wurden, um die
Zeugen zu präparieren. Dies gilt vor allem für den Hauptbelastungszeugen Yilmaz
A.. Es wurden Geschichten in die Welt gesetzt, über die man - wenn sie nicht
solche Folgen für uns gehabt hätten - nur laut lachen kann. Zum Beispiel die:
Wir hätten Geld erpressen wollen, um damit Abdullah Öcalan frei zu bekommen.
(…)
AZADI: Hattet ihr den Eindruck, dass die Öffentlichkeit gut
informiert wurde über eure Protestaktion und den Prozess?
Khaled Ali: Ich möchte betonen, dass die Medien in der gesamten
Berichterstattung eine sehr negative Rolle gespielt haben, gleichgültig ob
Zeitungen oder Fernsehen. Karl Marx sagte, die Medien sind die vierte
Staatsgewalt und das kann ich nur bestätigen. Die Presse schreibt, was der Staat
will. Zum Beispiel war nach unserer Verhaftung zu keinem Augenblick die Rede
davon, dass in dem Gebäude irgendwo Benzin gefunden worden sei. Dann hat die
Polizei drei Benzinkanister ins Haus gebracht und dort abgestellt. Danach wurde
die Presse hinbestellt und am nächsten Tag erschienen in den Zeitungen die Fotos
mit entsprechenden Berichten. Vor Gericht erklärte später ein Kriminaltechniker
aufgrund von Nachfragen unserer Anwälte, dass seine Kollegen dieses Benzin
später nach der Räumung in das Gebäude gebracht habe. Außerdem: Jede
Äußerung von uns wurde in den Zeitungen oder Fernsehberichten negativ
kommentiert. So sind leider die Medien. Früher habe ich immer auch deutsche
Nachrichten gehört oder gesehen. Nach den Erfahrungen, die ich gemacht habe,
verzichte ich jetzt darauf.
AZADI: Ihr seid nach langer Untersuchungshaft zu Haftstrafen
verurteilt worden und zur Zeit auf Bewährung entlassen. Wie empfindest du das
Urteil, was für Pläne hast du für die Zukunft?
Khaled Ali: Für uns Ausländer gibt es keine Gerechtigkeit in Deutschland.
Artikel oder Paragrafen sind nur für weiße Deutsche geschrieben. Nicht für
Dunkelhäutige oder schwarze Deutsche. Und in Bezug auf Kurden ist die Lage
schlimm und was die PKK betrifft, ist es noch schlimmer. Also diese Menschen
sind in die dritte oder vierte Klasse Mensch verbannt. (…) Ich bin syrischer
und deutscher Staatsangehöriger. In der Bundesrepublik lebe ich seit mehreren
Jahren und in Europa schon längere Zeit; in Moskau habe ich studiert. In mir
trage ich jetzt beide Kulturen. Ich lebe zwar heute in Deutschland, aber meine
Familie lebt in Kurdistan. Ich muss mein Volk unterstützen. Als der
PKK-Vorsitzende Öcalan im letzten Jahr entführt wurde, war es mir ein Bedürfnis,
etwas zu tun. Ich stehe zu dem, was ich getan habe. Ich fand, dass es mein Recht
war, gegen die Festnahme von Herrn Öcalan zu protestieren. Ich möchte zudem
an etwas erinnern: Nach der Wende haben Menschen in der DDR die Stasi-Büros
besetzt und dort alles vernichtet. Aber niemand hat damals irgendwen dafür
bestraft, weil sie das Recht dazu hatten. Aber wenn Kurden etwas tun, führt das
zu Kriminalisierung, Strafverfolgung und harten Verurteilungen - wie in unserem
Fall.
Natürlich werde ich immer an mein Volk und meine Familie in Kurdistan denken
und daran, wie sie leben. Deutschland ist das Land, in dem ich heute lebe. Mit
allen legalen Methoden werde ich versuchen, meinem Volk zu helfen. Außerdem: ich
möchte mich weiterhin mit Politik beschäftigen und möchte dies gerne in einer
Partei tun, welche sensibel ist für die Probleme der Kurden und die uns
unterstützt. Ich denke dabei an die PDS, aber ganz bestimmt nicht an die CDU,
welche heute Sachsen regiert. Und in der ein Herr Kanther ist, dessen Gesetze
uns bestrafen.
Wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen euch alles Gute.
Die zur höchsten Strafe verurteilte Kurdin Birgül C. befindet sich zwar
derzeit wie alle anderen auf freiem Fuß, doch muss sie die restliche Haftstrafe
zu einem derzeit ungewissen Zeitpunkt “nachsitzen”. Wegen erlittener schwerer
Folter in türkischen Gefängnissen, befindet sich Birgül C. momentan in
ärztlicher Behandlung bei dem Behandlungszentrum für Folteropfer. Auch ist über
ihr Asylverfahren noch nicht entschieden. Dies betrifft ebenso andere Kurden aus
den Prozessen um die Konsulatsbesetzungen. |