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Der Knast in
Essen ist ein uralter Knast. Toilette mitten im Haftraum,
widerlich. Diese Schilderung bezieht sich auf eine Zeit, als es die JVA
Gelsenkirchen noch nicht gab. Die spätere Leiterin der JVA Gelsenkirchen war
damals die Leiterin der JVA Essen. Als nach der Eröffnung der JVA
Gelsenkirchen ein neuer Leiter nach Essen kam haben sich die Zustände
deutlich gebessert. Die baulichen Nachteile natürlich nicht, aber der Umgang zwischen
den Beamten und den Gefangenen ist deutlich besser geworden.
Auch wenn das Erlebte in der JVA Essen skandalös ist, ist
der Begriff "Misshandlung" fast schon übertrieben, oder nur am
unteren Ende zutreffend. Zumindest für körperliche Gewalt.
Ich war dort 49 Tage in Beugehaft, also Zivilhaft. Da ich
mich aber niemals beugen ließ, bezeichne ich es als unBeugehaft. Lt.
Strafvollzugsgesetz dürfen Zivilgefangene nicht gemeinsam mit Strafgefangenen
untergebracht werden, zumindest nicht gegen den Willen des Zivilgefangenen. Das
interessierte aber die Beamten der JVA nicht. Auch das Recht des
Zivilgefangenen eigene Kleidung zu tragen wurde von der JVA verweigert. Das
Recht am gemeinschaftlichen Fernsehempfang teilzunehmen hatte die JVA
abgeschafft. Natürlich ist die Leiterin der JVA nicht berechtigt Gesetze
abzuschaffen. Lt. Strafvollzugsgesetz müssen die Zellen für den Strafvollzug
ausdrücklich zugelassen sein. Ich wurde mit einem Betrüger, Drogenabhängigem
und einem Drogenhändler gemeinsam auf einer Viermannzelle untergebracht. Diese
war für den Strafvollzug nicht zugelassen, denn es handelte sich um eine Zelle
für den verschärften Arrest. Daher waren dort die Betten so gar eingemauert.
Eine Sprechanlage sowie ein Zellenradio gab es dort nicht. Dafür bestand die
Zelle aus drei Räumen. Im linken Raum gab es ein eingemauertes Bett und eine
undichte Toilette. Das Licht funktionierte dort nicht. Im mittleren Raum gab es
einen Tisch. In diesem Raum gab es sogar eine Lampe. Diese war an einem Loch zur
rechten Zelle angebracht, sodass dadurch auch etwas Licht in diese Zelle kam,
denn dort funktionierte das Licht auch nicht. Dort gab es zusätzlich zu dem eingemauerten
Bett noch ein hinzugestelltes Doppelbett.
Da
es in der ehemaligen Arrestzelle keine Sprechanlage und kein Zellenradio gab,
funktionierte auch das Wecken nicht. Nur zufällig bekam ich mit, dass die
Frühstücksausgabe im Gange war. Ich versuchte meine Mitgefangenen zu wecken, was
mir nur bei dem Betrüger gelang. Als die Zellentür aufging holte ich mir mein
Frühstück. Der Betrüger wollte sich auch Frühstück holen, aber der Beamte
verweigerte ihm dies, da er noch mit unbekleidetem Oberkörper in der Zelle
stand. Natürlich nur, da bei uns wegen der fehlenden Sprechanlage kein Wecken
erfolgte. Ich war mit meinem Tablett noch auf dem Flur, reichte mein Tablett
nun dem Betrüger und ging erneut zur Essenverteilung. Dies gefiel dem Beamten
O. gar nicht. Er rief dem Gefangenen von der Essensverteilung zu, er solle mir
nichts geben. Ich bin nicht auf Bedienung angewiesen und habe daher auf
Selbstbedienung umgestellt. Während ich nun mein Tablett füllte griff mich der
Häftling von hinten an, umklammerte mich und hob mich in die Höhe. Das konnte
der Beamte natürlich nicht zulassen, und er forderte den Gefangenen auf mich
loszulassen. Sofort füllte ich mein Tablett weiter und ging zurück auf meine
Zelle. Der Beamte fauchte mir noch zu, dass dies Konsequenzen haben würde.
Recht hatte er, nach der Haftentlassung hatte ich die JVA und die Beamten noch
zwei Jahre vor Gericht gezerrt. Dies machte mich nicht unbedingt beliebt, aber
unvergessen. Die Beamten O., P., und die J. sind heute im Folterknast
Gelsenkirchen tätig. Sie haben mich nie vergessen. Noch im Februar 2008 meinte
der Beamte P. zu mir, dass ich nicht so häufig im Knast wäre, wenn ich nicht so
stur wäre. Ich teilte ihm mit, dass ich noch immer auf meine eigene Kleidung
verrichten müsste, wenn ich nicht so stur wäre. Das hat er verstanden.
In
der JVA Essen wurde ich danach noch gegen meinen Willen gemeinsam mit einem obdachlosen
Alkoholiker und später mit einem Aldi-Erpresser untergebracht. Für diese
leichte Misshandlung durch den Gefangenen war natürlich der Beamte
verantwortlich, schließlich hatte dieser die Aufforderung ausgegeben mir nichts
zu geben. Dies veranlasste den Gefangenen mich anzugreifen. Aber immerhin
hatten wir nun für vier Gefangene zweimal Frühstück. Also doppelt so viel wie
ein Frühstück für vier Gefangene. Und obwohl ich mich so für meine
Mitgefangenen eingesetzt habe, habe ich niemals von der JVA eine
Verdienstmedaille erhalten. Fast könnte man meinen, die könnten mich nicht
leiden.
........................................................................................................................................................................................ Bis 1990 habe ich, wie die meisten, den
Blödsinn vom freiheitlich demokratischem Rechtsstaat gelaubt. Was ich
seither erlebt habe, habe ich nur im 3. Reich, der DDR, China, Russland
und in anderen Bananen-Republiken für möglich gehalten, aber niemals in
der Bananen-Republik-D. Seit Jahren bekämpfe ich nun das Unrecht und
die Willkür in der Justiz und unter dem Beamtendumm. Dafür durfte ich
mich oft anhören, was ich doch für ein Spinner sei. Aber längst hat
sich das Blatt gewendet. Als Vorsitzender des Beamtendumm-Förderverein
und Mitglied in Betrugs- und Justizopfervereinigungen werde ich nicht
nur von anderen Geschädigten unterstützt, sondern inzwischen auch von
Richtern des AG, des LG und des OLG. Sogar von Justizvollzugsbeamten
eines AG und der JVA Gelsenkirchen und von Polizisten.
Wurden meine Aktionen anfangs
vielleicht belächelt, lacht heute keiner mehr. Tatsächlich zeigen die
in die Öffentlichkeit gelangten Vorfälle über Misshandlungen in der JVA
Gelsenkirchen und die jahrelange Pornobildaffäre, dass ich nicht Über-,
sonder höchstens noch Untertreibe. Und auch immer mehr negatibe
Berichte über unsere Justizmafia finden sich in der Presse. Längst ist
erkennbar, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt, sondern Methode
ist.
Die WAZ berichtet, dass ihr nach dem Bericht über die Misshandlung
in der JVA und die versuchte Vertuschung, 80 Beschwerden über den
Psychoknast eingesandt wurden. |