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08.08.07............................................................................................................................................................................................................................
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Rubrik Gelsenkirchen
Überschrift
Sie wollen rein
Gefängnis in der Feldmark

Sie wollen rein

JVA Feldmark: Angehörige von Häftlingen kritisieren das Kappen der Besuchszeit um eine Stunde und die „dramatische Personalsituation”. Das Ministerium weist dies zurück.
Angehörige von Insassen der JVA Aldenhofstraße schlagen Alarm: Sie beklagen vor allem das Zurückfahren von Besuchszeiten und führen dies auf einen „dramatischen Personalrückgang” zurück, so die Frau eines Häftlings zur WAZ. 120 Eingaben liegen dem Justizministerium zurzeit wegen der Einschränkung der Beuschsmöglichkeiten vor. Das Ministerium und Anstaltsleitung bestätigen zwar den Personalabbau, halten dies jedoch nicht für dramatisch. Die Gelsenkirchener CDU schloss sich dieser Position nach einem gestrigen (bereits vor Wochen unabhängig von den Vorwürfen geplanten) Informationsbesuch in dem Feldmarker Gefängnis an. Nach Angaben des Justizministeriums (JM) sind zurzeit 221 Menschen in der JVA beschäftigt. Das so genannte Stellenziel betrage 216 Stellen, so JM-Sprecher Ulrich Hermanski. Der Krankenstand liege aktuell bei 15 Prozent. Richtig sei, dass seit 2006 an der Aldenhofstraße insgesamt rund 20 Stellen gestrichen worden sein. „Dies diente dem landesweiten Stellenausgleich”, so Hermanski. Hintergrund: Nach dem Foltermord in der Siegburger JVA ist die Personalverteilung vom Land auf den Prüfstand gestellt worden. Mit dem Ergebnis, dass Gelsenkirchen Stellen abtreten musste. Fakt ist auch, dass im Juli die monatlichen Besuchszeiten in der JVA von drei auf zwei Stunden gekürzt worden sind. Und: An Samstagen sind anders als bisher Besuche nicht mehr möglich. Nach WAZ-Informationen wurde dies per Aushang auf die Personalsituation zurückgeführt. Im März 2007 hatte JVA-Leiter Volker Wingerter dagegen noch verkündet, dass es durch den Stellenabbau keine Einschränkungen geben werde. „Wir müssen die Arbeit anders organisieren”, so seine damalige Aussage. Die JVA-Leiter wollte gestern gegenüber der WAZ nicht Auskunft geben und verwies stattdessen aufs Ministerium. Der CDU sei beim Besuch in der Anstalt berichtet worden, so Fraktions-Vize Wolfgang Heinberg, dass diese Kürzung „bis auf Weiteres” eingeführt wurde und nicht endgültig sei. „Die Maßnahme ist aus unserer Sicht vertretbar”, so Heinberg.  Mit der Kürzung der Besuchszeiten bewege sich die Justizvollzugsanstalt zudem im rechtlichen Rahmen, betont der CDU-Politiker. Darauf weist auch das Ministerium hin: Nur „mindestens” eine Stunde Besuch im Monat ist einem Häftling zu gewähren. Zusatz: „Das Weitere regelt die Hausordnung.” Andere Justizvollzugsanstalten (z.B. Bochum) öffnen die Türen für Besucher häufiger als Gelsenkirchen, einige aber auch nur für eine Stunde. Entspannt hat sich offenbar die räumliche Situation in der JVA Aldenhofstraße - allerdings nur bei den Männern: Mit 480 Häftlingen (Belegungsobergrenze: 440) war der geschlossene Vollzug im März 2007 deutlich überbelegt. Heute sitzen in der Feldmark „nur” noch 424 Männer ein. Dagegen hat sich die Zahl der weiblichen Häftlinge sogar noch von 135 auf 137 erhöht. Die „Belegungsfähigkeit” lag hier laut Minsterium im März 2007 bei 109 und heute bei 118 Personen. Aus Sicht des Ministeriums bestehe aber „kein dringender Handlungsbedarf”, so der Sprecher. 

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