FOLTERKNASTES
STIRBT SICH JUNG IM DEUTSCHEN KNAST |
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... 2008.04.30
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| JVA | Siegburg | Strafhaft
| 19 Jahre 20 Jahre | Selbstmord Selbstmord | | ......... | ........................... | ............................. | ............... | ............................ |
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| Überschrift |
| Zwei junge Häftlinge der JVA-Siegburg töten sich selbst |
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Zwei junge Häftlinge töten sich selbst |
Siegburg: Psychologen sollen weitere Suizide verhindern |
Innerhalb von wenigen Tagen haben sich im Siegburger
Gefängnis zwei junge Häftlinge das Leben genommen. Die NRW-Justizministerin wies
ein Fehlverhalten seitens der Anstalt zurück, kündigte aber mehr psychologische
Hilfen an.
Der erste Selbstmord geschah am Sonntag (27.04.08), als sich
ein 19-Jähriger am Fenstergitter seiner Zelle erhängte. Drei Tage später, am
Mittwoch (30.04.08), wurde ein 20-jähriger Insasse tot in seiner Einzelzelle
aufgefunden. Der Mann war wegen Mordes an seiner Ex-Freundin zu neun Jahren
Jugendstrafe verurteilt worden. Wie Justizministerin Roswitha
Müller-Piepenkötter (CDU) sagte, hat er einen
Abschiedsbrief an seine Mutter hinterlassen. Darin soll er ihr mitgeteilt haben,
seit seinem zwölften Lebensjahr Probleme mit seinem Leben gehabt zu haben. Die
Tat hätte sich in jeder anderen Anstalt ereignet, habe er geschrieben. "Es
musste passieren, jetzt ist es soweit." |
Ministerin: Es wird weiter ermittelt |
| Die Ministerin geht in beiden Fällen klar von Selbstmord aus.
Ein Fremdverschulden sei auszuschließen, dennoch werde weiter ermittelt, hieß
es. Im Fall des im Siegburger Gefängnis ermordeten Hermann H. Ende
2006 waren die Behörden zunächst auch von einer Selbsttötung ausgegangen.
Der Häftling war von drei Mitgefangenen über Stunden gequält und schließlich
gezwungen worden, sich selbst zu erhängen. |
Psychologenteam soll helfen |
| Die nach dem Siegburger Foltermord unter Druck geratene Justizministerin
kündigte am Mittwoch auf einer Pressekonferenz an, auf die neuen Todesfälle mit
einem Krisenteam reagieren zu wollen. Das auf traumatisierte Menschen
spezialisierte Team soll aus der Justizvollzugsanstalt Bielefeld nach Siegburg
verlegt werden. Zudem soll das siebenköpfige Siegburger Psychologenteam
befristet um drei bis vier Experten aufgestockt werden. Ziel sei es, den derzeit
500 Strafgefangenen in intensiven Gesprächen Zukunftsperspektiven zu
vermitteln. |
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